Häufige Fragen von Angehörigen bewusstloser Patienten

Wann ist eine künstliche Beatmung nötig?

Viele Patienten werden routinemäßig nach größeren Eingriffen für einige Stunden „nachbeatmet“, bis sich ihre Herz-Kreislauf-Funktion stabilisiert hat und die Körpertemperatur wieder normal ist. Wir versuchen stets, diese Phase so kurz wie möglich zu halten. Manchmal kann jedoch auch eine längerfristige Beatmung notwendig werden, z. B. nach schweren Kopfverletzungen oder bei chronischen Lungenerkrankungen. Hier wird meist ein „künstliches Koma“ erzeugt, um unnötigen Streß für den Patienten zu vermeiden.
 

Warum gibt es so viele Geräte?

Der technische Aufwand auf Intensivstationen ist meist sehr hoch. Die Geräte wie z. B. das Beatmungsgerät unterstützen die lebenswichtigen Funktionen des Menschen. Monitore überwachen den Patienten, um rechtzeitig Störungen von Herz-Kreislauf und  Sauerstoffversorgung erkennen zu lassen. Das häufig als unangenehm empfundene Piepen und die Alarme bedeuten nicht unbedingt, dass etwas Schlimmes passiert ist.
 

Hört mich mein Angehöriger? Nimmt er mich wahr?

Häufig ist dies nicht eindeutig festzustellen. Dies sollte Sie jedoch nicht entmutigen, mit Ihrem Angehörigen zu sprechen und ihn zu berühren. Meist sind Wahrnehmungen, auch unbewusst, vorhanden. Tun Sie ruhig alles, was ihn spüren läßt, daß er nicht alleine ist.
 

Hat mein Angehöriger Schmerzen?

Wache Patienten können sich äußern. Bewusstlose Patienten zeigen indirekte Zeichen, an denen wir uns orientieren.

 

Wieso ist mein Angehöriger unruhig?

Nach längerer Bewusstlosigkeit fällt es vielen Patienten zunächst sehr schwer, sich zu orientieren. Die Umgebung erscheint ihnen fremd und bedrohlich. Selten kann dies bis zum Verlust jeglicher Orientierung führen. Dieser Zustand dauert aber im allgemeinen nur kurz an.