Radiojod-Therapie bei Erkrankungen der Schilddrüse

Die Radiojod-Therapie dient der Heilung einer krankhaften Überfunktion der Schilddrüse mit Hilfe des radioaktiven Jods 131. Wir führen pro Jahr ca. 550 Radiojodtherapien bei gut- und bösartigen Schilddrüsenerkrankungen durch.

Die am 16. April 2007 eröffnete Station für die Radiojod-Therapie umfasst vier Zimmer. Patienten mit bestimmten Schilddrüsenerkrankungen werden hier in Räumlichkeiten mit Hotelcharakter und schönem Blick auf den Krankenhausgarten behandelt. Als Patient wohnen Sie in modernen mit warmen Kirschholz, indirekter Beleuchtung und Flachbildfernsehern ausgestatteten Zimmern. Wir haben die Zimmer in enger Anlehnung an unsere Wahlleistungsstationen eingerichtet, so ist ein richtiges Wohlfühlambiente entstanden. 

 

Die Patienten in der Station für die Radiojod-Therapie erfahren eine intensive ärztliche Betreuung.

Hintergrund: Strahlenschutz

Für den Patienten selber, ist die Behandlung mit dem Radiojod-Präparat nicht schädlich, da letzteres sich sofort in der erkrankten Schilddrüse anreichert. Die Strahlenbelastung ist geringer als bei radiologischen Untersuchungen. Dennoch gelten in Deutschland sehr strenge Strahlenschutzbedingungen, um Umgebung und Mitarbeiter vor einer permanenten Bestrahlung zu schützen. Dem Strahlenschutz wird durch einen achtfachen Luftwechsel pro Stunde im gesamten radioaktiven Kontrollbereich Rechnung getragen. Die gesamten Abwässer der Therapiestation werden in einer Abklinganlage aus drei jeweils 20.000 Litern umfassenden Behältern gesammelt. Das Abwasser wird erst aus der Abklinganlage an das öffentliche Kanalnetz abgegeben werden, wenn es bezüglich der Radioaktivität die gesetzlichen Grenzwerte unterschritten hat. An einem Messplatz wird die Radioaktivität kontrolliert. Auch die Wäsche wird in einer speziellen Kammer zum Abklingen gesammelt. 

Betonwände und Strahlenschutzglas machen den teilunterkellerten Anbau strahlensicher. Allein die im Keller untergebrachte Abklinganlage schluckte ¼ der Baukosten. 

Insgesamt wurden 2 Mio. Euro aus Fördermaßnahmen des Landes investiert.

Sekretariat

Bettina Cowan

Telefon: +49 (0)5251 6990480
Fax: +49 (0)5251 6990489
 

Stationsleitung

Bärbel Schmidt
Telefon: +49 (0)5251 702-1392 
Dr. med. Jens Czyborra-Brinkmann
Leitender Arzt der Klinik für Nuklearmedizin
Telefon: +49 (0)5251 702-24500
j.czyborra@bk-paderborn.de
Im Flur der Radiojod-Station