Jedes Jahr verunglücken in Deutschland 38.000 Menschen – im Straßenverkehr, bei der Arbeit, zu Hause, im Urlaub. 20.000 Menschen erliegen jedes Jahr den Folgen eines Unfalls. Bei jüngeren Menschen stellt ein Unfall die häufigste Todesursache dar. Im Regierungsbezirk Detmold verunglücken ca. 2200 schwer; im Kreis Paderborn sind dies 500, wobei 100 Menschen schwerstverletzt werden.
Am 6.12.2007 haben sich in Bielefeld 29 Kliniken aller Versorgungsstufen aus der Region Ostwestfalen auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie im "TraumaNetzwerk Ostwestfalen" zusammengeschlossen, um gemeinsam die Versorgung von schwerstverletzten Patienten weiter zu verbessern.
Netzwerk für eine bessere Versorgung
Das Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn ist als „Regionales Traumazentrum“ am 27. 01. 2009 im TraumaNetzwerk Ostwestfalen zertifiziert worden. Nach den Kriterien der deutschen unfallchirurgischen Fachgesellschaft erfüllt es die strukturellen, personellen und organisatorischen Voraussetzungen hierzu als erstes im Kreis Paderborn. Durch die Schaffung des regionalen Traumanetzwerkes zwischen überregionalen und regionalen Traumazentren sowie Einrichtungen der unfallchirurgischen Basisversorgung soll sichergestellt werden, dass jeder schwerverletzte Patient in ca. 30 Minuten vom Unfallort in den Schockraum eines kompetenten Krankenhauses vom Rettungsdienst transportiert werden kann.
Weitere Ziele dieses Traumanetzwerkes sind:
- Ausbau der Kommunikation zwischen den Kliniken
- Gemeinsame Standards und Fortbildungen zur weiteren Qualitätssteigerung in der medizinischen Versorgung der beteiligten Kliniken
- Verbesserte Kooperation der Kliniken für eine heimatnahe Versorgung des Patienten