
Bild: Nach der gelungenen Tumorentfernung kann der kleine Senai aus Eritrea schon wieder lachen. Hier im Bild mit Privatdozent Dr. Norbert Lindner, Chefarzt der Klinik für Orthopädie am Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn.
Seit Jahren hat der neunjährige Senai aus Eritrea nicht mehr schmerzfrei schlafen können. Er hatte bohrende, stechende Schmerzen aufgrund eines Knochentumors im Bereich der rechten Hüfte. Er war von starken Schmerzmitteln abhängig, die ihm bereits Magengeschwüre verursacht haben.
Ein orthopädisches Ärzteteam aus Deutschland hat in seinem afrikanischen Heimatland die Verdachtsdiagnose auf diesen gutartigen Prozess bestätigen können.
Da es in dem armen afrikanischen Land weder Computertomographie noch operative Möglichkeiten gibt, hat sich das HAMMER-FORUM als Hilfsorganisation für erkrankte Kinder in Krisenregionen mit der Orthopädischen Klinik am Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn in Verbindung gesetzt, da dieses als Zentrum für die Behandlung derartiger Tumore durch Buchbeiträge und Publikationen in Fachzeitschriften überregional bekannt ist. Privatdozent Dr. Norbert Lindner hat sich als Chefarzt der orthopädischen Klinik zur kostenlosen Hilfe bereit erklärt.
Auch der Barmherzige Brüder Trier e.V. stimmte als Träger der operativen Behandlung des Jungen unter Verzicht auf sämtliche Kosten zu. In einer gemeinsamen Operation gelang es den Fachkräften der Anästhesie - Schwester Brigitte Sicker, Dr. Oleg Seifert - und der Radiologie - Kirsten Günzel, Dr. Joachim Tennstedt und Stephan Steinbrück - sowie dem orthopädischen Team aus Dr. Lindner und Dr. Tobias Biermann, den Patient mit einer minimalinvasiven Operation im CT von seinem stark schmerzhaften Knochentumor zu befreien.

Bild: Vor der Operation erklärt Chefarzt Dr. Lindner dem kleinen Senai den Eingriff anhand eines Teddybären
Schon am nächsten Tag konnte der kleine Patient wieder lachen und benötigte keine Schmerzmittel mehr, die er seit Jahren chronisch einnahm und die ihm die Magenschleimhaut stark verätzt hatten. Bereits nach zwei Wochen konnte er als geheilt Deutschland wieder verlassen und befindet sich jetzt wieder in seinem Heimatland.
„Die Behandlung von Senai hat uns allen große Freude bereitet, insbesondere, da es doch derzeit vorrangig um Kostendiskussionen und Wirtschaftlichkeitsfragen im Gesundheitswesen geht, wurde uns wieder bewusst, wie wichtig auch der karitative Charakter unserer Tätigkeit ist. Wir freuen uns, hier einem Menschen in Not geholfen zu haben und danken dem HAMMER FORUM für seine organisatorische Hilfe“, sagt dazu Chefarzt Dr. Lindner.