Kernaufgabe des Schönfelderhofes ist es, Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in den Lebensbereichen Wohnen und Arbeiten Begleitung und Unterstützung anzubieten. Hierbei erfolgt die Orientierung an den individuellen Bedürfnissen der Menschen und an deren Vorstellungen einer für sie optimalen Lebensform. Ziel ist es, mit den Betroffenen ein Lebensumfeld, das ihnen eine möglichst hohe Lebensqualität bietet, zu schaffen und zu erhalten.
Die hierzu erforderlichen Leistungen werden heute unter Rahmenbedingungen erbracht, die einerseits von Gesetzgeber und Leistungsträgern vorgegeben werden und die andererseits durch den Wettbewerb von sozialen Non-Profit-Unternehmen gesetzt werden, die in ihrer Leistungsfähigkeit und in ihren Ergebnissen mittlerweile den zeitgemäßen Standards marktwirtschaftlicher Unternehmen entsprechen müssen.
Auch in Zeiten eines verschärften Wettbewerbs und zunehmenden wirtschaftlichen Drucks bleibt das christliche Verständnis für die Arbeit mit psychisch Kranken, die um des Menschen willen und nicht aus Gründen marktwirtschaftlichen Gewinnstrebens erbracht wird, als richtungsweisende Philosophie und Orientierung für die Arbeit des Schönfelderhofes erhalten.
Bevor der Begriff des Qualitätsmanagements - z.B. durch gesetzgeberische Maßnahmen lanciert - im Non-Profit-Bereich einen breiten Raum in der öffentlichen Diskussion einnahm, wurde der Qualitätsgedanke auf Träger- und Organisationsebene - wenn auch nicht im Rahmen der Systematik eines Qualitätsmanagementmodells - gelebt und konsequent umgesetzt. Richtungsweisend war und ist auch weiterhin die Organisationsphilosophie des Trägers Barmherzige Brüder Trier e.V., die den Qualitätsanspruch mit der folgenden Grundsatzforderung beschreibt: Wir sind gut - wir wollen aber noch besser werden (In: Barmherzige Brüder Trier e.V.: Grundsätze und Leitlinien, S. 15, Koblenz, 5. Auflage, Mai 2005). Diese Grundsatzforderung findet sich darüber hinaus in der Vision des Trägers, in der es heißt: "Wir sind gut - wir wollen aber noch besser werden. Gemeinsam gestalten wir unsere Zukunft: christlich wertorientiert, unternehmerisch erfolgreich."
Im Rahmen der o.g. Zielsetzung wurde - auch unter Berücksichtigung politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Anforderungen - eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verbesserung der Aufbau- und Ablauforganisation des Schönfelderhofes umgesetzt, die eine Verbesserung der Lebensqualität der betreuten Menschen zur Folge hatten. Wesentlich daran beteiligt waren die Mitarbeiter des Schönfelderhofes, die sich im Rahmen eines gesteigerten Qualitätsbewusstseins den eigenen Qualitätsanforderungen und denen der betreuten Menschen zur Realisierung einer gemeindenahen psychiatrischen Betreuung gestellt haben und mit dem Blick auf zukünftige Entwicklungen und Anforderungen Schritte zur Umsetzung eingeleitet haben.
Die Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems als konsequente Weiterführung des Qualitätsgedankens unterstützt den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen.
Die explizit in den Grundsatzzielen des Qualitätsmanagementsystems des Schönfelderhofes formulierte Beteiligung betreuter Menschen am Qualitätsprozess führt über die ledigliche Mitsprache der Betroffenen hinaus zu einer Mitwirkung im Sinne des Empowermentgedankens. Schaffung und Anpassung struktureller Rahmenbedingungen, die Stärkung persönlicher Ressourcen und des Selbsthilfepotentials Betreuter und nicht zuletzt ein Paradigmenwechsel im Denken und Handeln der Mitarbeiter sind Elemente des Qualitätsprozesses und elementare Voraussetzung für die Realisierung des Empowermentgedankens.
zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008
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Wolfgang Junker
(Qualitätsmanagement, Personal- und Organisationsentwicklung)
Barmherzige Brüder Schönfelderhof
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