Muskelerkrankungen (Myopathien)

Symptome dieser Gruppe von Erkrankungen können Muskelschmerzen und Muskelschwäche sein, bei manchen Patienten treten die Beschwerden belastungsabhängig auf. Betroffen können verschiedene Muskelgruppen sein. Im Verlauf kann es zu einer Atrophie, der Rückbildung von Muskelgewebe kommen.
Die Ursachen von Muskelerkrankungen sind vielfältig: erbliche, entzündliche, stoffwechselabhängige und toxisch bedingte Krankheiten kommen vor.
 
Zur Differenzierung von Myopathien können neben der körperlichen Untersuchung mehrere weitere diagnostische Verfahren angewandt werden:
- Elektromyographie
- Ischämie-Belastungstest
- bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Kernspintomographie
- molekulargenetische Untersuchungen
- Muskelbiopsie
 
In der neuromuskulären Ambulanz  erfolgt eine Abklärung von Muskelerkrankungen mit Differenzierung der Erkrankung, Untersuchung mittels Elektromyographie, Beratung und Behandlung von Patienten mit Muskelerkrankungen.
 
Die Elektromyographie ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem mittels einer in den Muskel eingeführten Nadelelektrode die elektrische Aktivität des Muskels abgeleitet wird. Aus dieser können Rückschlüsse auf die Art der Erkrankung gezogen werden.
 
Bei der Muskelbiopsie handelt es sich um eine Probeentnahme von Muskelgewebe. Diese Methode wird unter anderem zur Abklärung von entzündlichen Muskelerkrankungen, Muskeldystrophien, Stoffwechselstörungen und mitochondrialen Erkrankungen angewandt, wenn die vorangegangenen Untersuchungen die Art der Erkrankung nicht noch nicht hinreichend differenzieren konnten. Die unter lokaler Betäubung entnommene Muskelprobe wird in einem spezialisierten Labor weiter untersucht.
 
Weitere Informationen zum Thema Muskelerkrankungen gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) im Internet unter www.dgm.org.