Blasenkrebs

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 21400 Männer und 7300 Frauen an Blasenkrebs.

Das Risiko an Blasenkrebs zu erkranken wird durch folgende Faktoren erhöht:

  • Rauchen (viele der im Zigarettenrauch enthaltene Substanzen wirken krebserregend, Rauchen ist der stärkste Risikofaktor für das Entstehen von Blasenkrebs)
  • bestimmte chemische Stoffe aus der Textil- oder Farbindustrie
  • chronische Blasenentzündungen

Die Symptome bei Harnblasenkrebs sind zu Beginn der Erkrankung eher unspezifisch. Das Hauptsymptom besteht in der sogenannten „schmerzlosen Makrohämaturie“. Dies ist die Bezeichnung für eine schmerzlose Rotfärbung des Urins durch eine spontane Blutung. Diese kann aber auch auf eine Entzündung der Harnblase hinweisen. Weitere Symptome können z.B. ein verstärkter Harndrang oder Flankenschmerzen sein.

In der Behandlung des Blasenkrebses kommen verschiedene Therapien zur Anwendung:
 

Endoskopische Operation (TUR)

Mit Hilfe eines Endoskops können kleinere Tumore schonend entfernt werden. Der Eingriff erfolgt wie bei einer Blasenspiegelung durch die Harnröhre. Bei mehreren Tumoren oder größeren Befunden erfolgt nach 4-6 Wochen eine Nachresektion. Dieses Verfahren kann mit einer Blasenspülbehandlung mittels Chemotherapeutika (z.B. Mitomycin) oder Immunstimulantien (z.B. BCG) kombiniert werden.
 

Offene Operation: Blasenentfernung (Zystektomie)

Dringt der Krebs in die Muskelwand ein oder greift auf benachbarte Organe über, so ist i. d. R. die Entfernung der Harnblase erforderlich.
Bei dieser Operation werden die gesamte Harnblase sowie die benachbarten Lymphknoten entfernt.
 

Chemotherapie

Konnten bei Ihrer Operation nicht alle Krebszellen entfernt werden, weil sie bereits über die Lymph- oder Blutbahn im Körper verstreut sind, oder sich Tochtergeschwulste in benachbarten Organen gebildet haben, besteht die Möglichkeit einer weiteren Behandlung mittels Chemotherapie.