Leistungen / Schwerpunkte

Jeder Patient mit Verdacht auf Karzinom erhält sowohl in der Chirurgie wie in der Endoskopie kurzfristig einen Termin, in der Regel innerhalb von drei Tagen.


Angeboten wird das gesamte Spektrum der gängigen diagnostischen Verfahren

  • Diagnostische und interventionelle Darmspiegelung (Koloskopie, Endoskopie, Ileokoloskopie, inklusive hochauflösende Zoom-Endoskopie und Färbetechniken) endoskopische Ultraschalldiagnostik (Endosonographie). Der in der westlichen Welt und insbesondere hier in Deutschland zunehmende Dickdarmkrebs (kolorektales Karzinom) kann heutzutage mittels effektiver Vorsorgemaßnahmen (Darmspiegelung) bekämpft werden. Krebsvorstufen (Polypen) werden in der Altersgruppe der 55 – 65-Jährigen bei  zirka einem Drittel aller Männer und Frauen gefunden und können inoch während dieser Untersuchung in der Regel auch sofort entfernt werden. Die Darmspiegelung ist heutzutage eine sichere, effektive und auch schonende Methode, die alle Hygieneanforderungen einer modernen Medizin erfüllt.
     
  • Um das Ausmaß eines Tumorleidens erkennen zu können, steht als hochsensibles Verfahren die echosignalverstärkte Ultraschalldiagnostik zur Verfügung. Hierbei können Tumorabsiedelungen im Millimeterbereich beispielsweise in der Leber erkannt werden, die sich in anderen bildgebenden Verfahren, z.B. der Computertomographie aufgrund der geringen Größe nicht darstellen.
     
  • Vor Rückverlagerung eines Anus praeter kann, falls erforderlich, mit der anorektalen Manometrie die Funktion des Schließmuskelapparates (Sphinkterkompetenz) untersucht werden.
     
  • Für die radiologische Untersuchung stehen ein eigenes CT und MRT jeweils auf dem neuesten Stand der Technik zur Verfügung. Durchleuchtung (Mono-/Doppelkontrast), konventionelles Röntgen sowie CT-gestützte Biopsien werden durchgeführt.
     
  • Die pathohistologische Diagnostik wird komplett in der Pathologie des Caritas-Krankenhauses in längstens 2 Werktagen durchgeführt. Dabei werden u.a. die Lokalisation des Tumors, der Tumortyp nach WHO-Klassifikation, die Invasionstiefe des Tumors sowie der Status der regionären Lymphknoten bestimmt. Es wird die Lymph-Blutgefäßinvasion des Tumors untersucht und ein Grading sowie eine R-Klassifikation vorgenommen. Die Pathologie ist seit Dezember 2006 zertifiziert gemäß DIN EN ISO 9001:2000.

Angeboten wird das gesamte Spektrum der ambulanten und stationären Darmkrebstherapie

In einer wöchentlichen Tumorkonferenz besprechen Chirurgen, Internisten, Radiologen, Pathologen, Onkologen und Strahlenmediziner aus dem Caritas-Krankenhaus sowie den Universitätskliniken Heidelberg und Würzburg jeden einzelnen Patieneten und legen gemeinsam eine Therapie fest.

  • Operation: Bei Darmkrebs in einem frühen Stadium (I+II) kann durch eine Operation eine vollständige Heilung erreicht werden. Für die Operation stehen mindestens zwei Fachärzte für Viszeralchirurgie zur Verfügung. Die postoperative Versorgung wird durch die Intensivstation sichergestellt.
     
  • Chemotherapie wird oft eingesetzt, um den Erfolg der Operation zu sichern. Die Indikation zur Therapie und deren Festlegung erfolgt aufgrund der S3-Leitlinien. Es werden adjuvante, neo-adjuvante und alle geläufigen palliativen Therapiekonzepte angeboten, inklusive Antikörpertherapie (so genannte Immuno-Chemo-Therapie). Darüber hinaus werden in palliativen Situationen auch gleichzeitig lokal-ablative Maßnahmen wie die RFTA durchgeführt.  Der überwiegende Anteil der Chemotherapie (ca. 95 %) erfolgt ambulant.  Vielfältig onkologisch geschultes Pflegepersonal betreut dabei die Patienten.
     
  • Strahlentherapie: Die Strahlentherapie führen wir in Zusammenarbeit mit der Praxis "Strahlentherapie Tauber Franken" unter Leitung von Dr. Maath Gernert in direkter Anbindung an das Caritas-Krankenhaus durch. Hier wird das gesamte Spektrum der modernen Radiotherapie angeboten. Die Behandlung, die häufig auch ambulant erfolgen kann, richtet sich nach nationalen und internationalen Konzepten und Studien aus.

Angeboten wird eine umfassende pflegerische, soziale, seelsorgliche und psychologische Betreuung und Beratung

Das Pflegepersonal auf den Stationen ist speziell geschult und vorbereitet auf den Umgang mit Darmkrebspatienten. Die Pflegerinnen und Pfleger kümmern sich um das Wohl der Patienten und stehen für alle Fragen gerne zur Verfügung.

  •         Sozialdienst
Der Sozialdienst berät die Patienten bei sozialrechtlichen Fragen. Dazu gehören z.B. die Einleitung von Reha-Maßnahmen, die Hilfe bei der Klärung von sozialversicherungsrechtlichen Ansprüchen wie Krankengeld, Beratung bei Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und gesetzlicher Betreuung, Vermittlung von ambulanten Hilfsmöglichkeiten wie Haushaltshilfen, Beschaffung von Heil- und Hilfsmitteln sowie die Organisation von Kurzzeit- oder Übergangspflege. Der Sozialdienst koordiniert den Einsatz der Psychologen und Psychotherapeuten.

  •           Psychoonkologie
Die Psychoonkologie ergänzt die medizinische Behandlung und beschäftigt sich mit den Auswirkungen und Belastungen, die mit einer Krebserkrankung für Patienten und deren Angehörige verbunden sind. Sie soll dabei helfen, Angst zu bewältigen, Folgen und Reaktionen auf die Therapie zu verkraften und Begleiterscheinungen (Schmerzen, Erbrechen, Überempfindlichkeiten etc.) zu lindern. Veränderungen nach größeren operativen Eingriffen müssen ebenso verarbeitet werden wie negative Gefühle (z.B. „ich bin nichts mehr wert“, „ich belaste andere“). Menschen mit Krebserkrankungen neigen oft zum sozialen Rückzug und hadern mit ihrer Erkrankung. Wir wollen stattdessen versuchen die Krankheit als Teil des Lebens zu akzeptieren, um den Alltag aktiv gestalten zu können und die zwischenmenschlichen Beziehungen positiv zu nutzen.

 

  •         Seelsorge
Die Seelsorge kümmert sich um die existentiellen, seelischen Nöte, die mit einer schweren Erkrankung für Patienten und deren Angehörige verbunden sind. Die Seelsorger bieten Zeit für ein Gespräch in Ruhe, für ein Gebet und einen Segen, wenn die Patienten möchten.
 
  •         Ernährungsberatung
Eine ausgewogene, leicht verdauliche, abwechslungsreiche sowie vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung stärkt das Immunsystem, hilft Tumorerkrankungen vorzubeugen und kann die Nebenwirkungen der Tumortherapie mildern. Die Diätassistentinnen beraten alle Krebspatienten, die sich nach einer erfolgreichen Behandlung abwechslungsreich und ausgewogen ernähren wollen. Sie wenden sich auch an operierte Tumorpatienten, die in den ersten Tagen und Wochen nach der Operation auf eine leicht bekömmliche Ernährung achten, aber gleichzeitig wieder zu Kräften kommen wollen, sowie an Patienten, die während der Tumortherapie, über eine optimierte Ernährung den Körper stärken und die Behandlung unterstützen wollen.
 
  •         Physiotherapie
Unsere physiotherapeutischen Behandlungen sind individuell auf die Diagnose abgestimmt und dienen der Unterstützung des Heilungsverlaufs durch Schmerzlinderung, die Anregung von Kreislauf – und Stoffwechsel, die Förderung von Entspannung und Wohlbefinden. Ziel ist die Wiedererlangung der Selbständigkeit durch Schulung schonender, ökonomischer Alltagsbewegungen.

  •         Stomaberatung
Nach einer Darm-Operation lässt sich zur Stabilisierung des Gesundheitszustands in einigen Fällen die (vorübergehende) Anlage eines künstlichen Darmausgangs (Stoma) nicht vermeiden. Während des stationären Aufenthaltes leiten speziell ausgebildete Stomaberater die Patientinnen und Patienten und eventuell auch deren Angehörige Schritt für Schritt in der Versorgung des Stomas an. Wir geben Tipps bei Fragen zu Kleidung, Ernährung, Hobbys. Auf Wunsch nehmen wir Kontakt mit einer Reha-Klinik und/oder dem ambulanten Nachsorger für die weitere Beratung auf. 
 
  •         Selbsthilfegruppen
Auf Wunsch stellen wir den Kontakt zu Selbsthilfegruppen her.
 
  •         Hospiz-Dienst
Auf Wunsch stellen wir den Kontakt zum ambulanten Hospiz-Dienst her.
 
  •         Nachsorge
Im Anschluss an den Klinikaufenthalt ist es wichtig, dass die Patienten sich in regelmäßigen Abständen weiteren Untersuchungen unterziehen, um neu auftretende Tumore oder Metastasen frühzeitig zu erkennen oder begleitende Erkrankungen zu entdecken. Im Arztbericht an den Hausarzt erstellen wir individuell für jeden Patienten eine Tabelle mit den erforderlichen Untersuchungsterminen über die kommenden 5 Jahre. In der Regel bestellt der Hausarzt die Betroffenen zu den jeweiligen Untersuchungsterminen ein. Wir empfehlen dringend, diese Termine wahrzunehmen.
Konferenz
Konferenz
Konferenz