Bildungscampus Koblenz goes Israel

Eine deutsch-israelische Schulpartnerschaft lebt!

Drei Jahre ist es her, da wurde sie im Kurs A/11 geboren: die Idee von einer Partnerschaft unserer Gesundheits- und Krankenpflegeschule mit einer Schule in Israel. Und damit verbunden der Wunsch des Kurses, die traditionelle Ausbildungs-Abschlussfahrt nicht nach Prag, nicht nach Mittenwald, sondern … nach Israel zu machen. Zwei Jahre später, im April 2013, nahm die Idee erste offizielle Formen an: Die Partnerschaft zwischen der Dina Academic School of Nursing im israelischen Petah Tikva mit der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur wurde offiziell besiegelt (http://www.kk-km.de/kk_km/bereiche/Ausbildungsstaetten/KPS/Liste-GKPS/Shalom-Deutsch-israelische-Schulpartnerschaft-ist-besiegelt.php). Am 30. Januar 2014 wurde der Gedanke eines lebendigen deutsch-israelischen Jugendaustausches auf der Ebene der Berufsbildung dann richtig zum Leben erweckt – der (fast) vollständige Kurs A/11 startete, begleitet von ihrer Klassenlehrerin Dr. Renate Fischer und Lehrerkollegin Katrin Hüsges, zur 9-tägigen Studienreise nach Israel. Hier ist unser Reisebericht!

Mit Monika Cohen (3.v.l.) vor dem Domus Galileaea

Am 30.01.2014 am frühen Nachmittag ging die Reise los nach Frankfurt, von wo aus uns die israelische Fluggesellschaft El Al abends nach Tel Aviv brachte. Mit etwas Verspätung landeten wir am frühen Freitagmorgen gegen 1.30 Uhr auf dem Ben Gurion Airport, und mit dem Taxi fuhren wir zu unserer Jugendherberge „Bnei Dan“ in Tel Aviv. 

Nach einer sehr kurzen Nacht fanden sich alle pünktlich zum Frühstück ein und waren froh, dass der erste Tag zur freien Verfügung stand. Also wurde erst mal Tel Aviv-Jaffa erkundet, geshoppt, der schöne lange Strand bewundert – erstes Fußbad im Mittelmeer inbegriffen – und ein bisschen relaxt. Das hatten sich alle nach der anstrengenden Prüfungsvorbereitung und den schriftlichen Examensprüfungen auch redlich verdient! Der erste Eindruck? Viele Sportler, viele junge Menschen, zahlreiche Hunde (mit Besitzern) und Katzen (ohne Besitzer), eine fremde Sprache, die fast nur aus einem harten „ch“ und „sch“ zu bestehen schien und das gute Gefühl, sich problemlos auch mit halb verschüttet gegangenem Schulenglisch verständigen zu können. Da am folgenden Tag bereits der erste Tagesausflug anstand, traf sich die Gruppe nach dem Abendessen, um etwas über das bevorstehende Reiseziel zu erfahren: Die „Reiseführergruppe Norden“ gab uns einen Überblick über die Städte nördlich von Tel Aviv und den See Genezareth.

Am Samstagmorgen (31.1.) wurden wir mit dem Bus abgeholt. Der Ausflug war finanziert worden durch die Stadt Petah Tikva, und als Reiseleiterin stand uns Monika Cohen – Beauftragte der Stadt Petah Tikva für „Foreign Relations“- zur Verfügung. So ging es bei strahlendem Sonnenschein zunächst nach Haifa, wo die Bahai-Gärten bewundert werden konnten, die sich vom Berg Karmel hinunter in die Stadt ziehen. Nach kurzem Fotostopp mit tollem Ausblick auf das Mittelmeer und den Hafen von Haifa fuhren wir weiter zum Berg der Seligpreisung, wo als nächstes Ziel das Domus Galilaeae besichtigt wurde. Das Domus Galilaeae ist eine Begegnungsstätte für Reisende aller Glaubensrichtungen und ein Ort des interreligiösen Dialogs mit wunderbarem Ausblick über den See Genezareth. Anschließend ging es hinunter an den See zum Mittagessen, einem kleinen Spaziergang entlang des Ufers und von dort aus zurück nach Tel Aviv. Vielen Dank liebe Monika für diesen tollen Tag!

Sonntag – in Israel der erste Arbeitstag der Woche – stand dann die erste Begegnung mit den israelischen Pflege-Studierenden auf dem Programm. Der Bus Nr. 66 brachte uns pünktlich um 09.00 Uhr nach Petah Tikva, wo Schulleiterin Dr. Ilana Margalith uns bereits erwartete und einen eigenen Klassenraum für unseren gesamten Aufenthalt zuwies. Und damit keiner verhungern oder verdursten musste, standen hier ständig Getränke und leckere Snacks für uns bereit. Ein Studierender führte uns in das israelische Gesundheitswesen ein, in dem Prävention eine sehr wichtige Rolle spielt. Nach diesem sehr interessanten Vortrag wurden wir durch das Beilinson-Hospital geführt, wo wir eine Station besuchten und auch Vergleiche zwischen den Patientenzimmern dort und bei uns ziehen konnten. Bemerkenswert: an jedem Bett befindet sich ein Spender für Händedesinfektionsmittel. Nach einem guten Mittagessen in der Krankenhaus-Cafeteria – zu dem wir, wie an allen folgenden Tagen auch – eingeladen waren, stand die Besichtigung des Schneider-Kinderhospitals an. Dieses Krankenhaus nur für Kinder bietet das gesamte Spektrum der Pädiatrie einschließlich Organ- und Knochenmarktransplantationen. Bemerkenswert ist außerdem, dass hier jüdische, arabische und alle anderen Kinder (und ihre Angehörigen) aus Israel, dem Westjordanland und dem Gazasteifen gemeinsam behandelt werden. Am Nachmittag wurde es dann noch einmal spannend, als die israelischen Studenten und unsere Schüler sich gegenseitig über ausgewählte Aspekte der Pflege in den beiden Ländern informierten. In englischer Sprache, versteht sich. Themen waren z.B. Umgang mit Sterbehilfe im jeweiligen Land, die interdisziplinäre Zusammenarbeit, das Ansehen des Berufs in der Gesellschaft und die Pflege von Migranten. Die Präsentationen hierzu wurden von uns in Kleingruppen an den Abenden in der Jugendherberge erstellt, so dass auch nach dem Abendessen keine Langeweile aufkommen konnte. An diesem Abend wurde außerdem von der Gruppe „Masada und Totes Meer“ ein Überblick über die Ziele des kommenden Tages gegeben.

Badeerlebnis Totes Meer

Am 03.02.14, also montags, starteten wir zu unserer Ganztagstour in Richtung Süden. Unser Guide packte bereits nach einer halben Stunde Fahrt (also eine dreiviertel Stunde nach dem Frühstück) Knabbereien und Trockenfrüchte aus; und wer es bisher immer noch nicht bemerkt hatte: Die Israelis essen sehr gerne, sehr gut und ständig. Das kam uns doch sehr entgegen! Auf dem Weg nach Süden wechselte plötzlich die Landschaft, und wir fanden uns in der Wüste wieder, wo besonders die freilaufenden Kamele auf und neben der Straße ein beliebtes Fotomotiv waren. Bald kam die Festung Masada in Sicht, und die 400 Höhenmeter hoch auf den Berg wurden sportlich zu Fuß erklommen. Der Ausblick von oben auf das Tote Meer und die Wüste war einfach gigantisch. Nach der Besichtigung der Festung ging es über den 3,5 km langen Schlangenpfad wieder steil hinab. Den Muskelkater in den Waden verspürten wir noch Tage später! Es folgte der Höhepunkt des Tages: das Bad im Toten Meer. Das war ein wirklich tolles Erlebnis, insbesondere, wenn man sich vorher eine Schlammpackung aus dem Boden des Meeres gönnte. Die Heimfahrt führte uns durch das Westjordanland und an Jerusalem vorbei. Abends stand dann noch die Informationsveranstaltung der Gruppe „Jerusalem“ an, um sich auf das Ziel des folgenden Tages einzustimmen.

Dienstags ging es also nach Jerusalem. Die Wetter-App sagte einen leicht bewölkten und ca. 15°C warmen Tag voraus und nach dem gestrigen Bad im Toten Meer waren sowieso alle irgendwie auf Sommer eingestellt. Zunächst wurde Yad Vashem angesteuert, wo ein deutschsprachiger Guide uns bereits erwartete. Yad Vashem ist so ganz anders, als man es sich vielleicht vorstellt. Sehr lebendig und objektiv wird die Geschichte aufgearbeitet, und auch als Deutscher hat man dankenswerter Weise nicht das Gefühl, sich dauernd im nächsten Mauseloch verstecken zu müssen. Man kann es nicht einfach beschreiben – man muss es erleben. Nach dem Besuch in Yad Vashem ging es mit dem Bus zunächst zum Ölberg, um den Blick auf die Altstadt von Jerusalem zu genießen. Leider zeigte sich hier bereits, dass die Wetter-App sich offenbar im Tag geirrt hatte: Es wurde windig, kalt und immer dunkler – und dann fing es auch noch an zu regnen. Vom Ölberg führte der Weg zu Fuß hinab zum Garten Gethsemane und von dort in die Altstadt, wo als erstes die Klagemauer besichtigt wurde. Natürlich ließen wir es uns auch nicht nehmen, kleine Zettelchen mit Wünschen in die Ritzen der Mauer zu stecken. Das anschließende Mittagessen wurde in einem arabischen Humus-Restaurant eingenommen, und damit waren wir gestärkt für den nachfolgenden Besuch der Grabeskirche. Beim anschließenden Bummel durch die engen Basar-Gässchen der Altstadt und die Via Dolorosa entlang konnte man sehen, dass die Läden sich auf das aktuelle Wetter eingestellt hatten: Überall gab es kuschelige Schals (echt Pashmina!) in allen Farben, und die fröstelnde Truppe stürmte begeistert die Läden. Zum Abschluss spazierten wir noch durch Mea Shearim, das ultraorthodoxe Viertel Jerusalems. Tja, was soll man sagen: Es ist einfach eine Welt für sich. So ungefähr muss es in den jüdischen Stadtvierteln im 19. Jahrhundert in Osteuropa ausgesehen haben. Die Bewohner waren auch nicht gerade begeistert von unserem Besuch, und insbesondere die Kinder wurden weggelotst, um nicht mit uns in Kontakt zu kommen. Völlig verfroren traten wir die Heimreise nach Tel Aviv an und arbeiteten bis in die Nacht hinein an den letzten Präsentationen für die folgenden Tage.

Der Mittwoch in der Schule stand ganz unter dem Motto „Skillslab“ (Praktischer Fertigkeitenunterricht). Wir erfuhren, dass auch die Israelis eine Nachtschicht eingelegt hatten, um die am Vortag plötzlich streikende Technik in den Skillslabs wieder zum Laufen zu bringen. Danke vielmals dafür! In israelisch-deutsch gemischten Kleingruppen wurden gemeinsam pflegerische Fertigkeiten geübt. Themen waren das Legen von transnasalen Magensonden, der Verbandwechsel bei MRSA-kontaminierten Wunden und das Anlegen von Kompressionsverbänden. Wir konnten sehen, dass manche Dinge bis ins Detail genau so gemacht werden wie bei uns und manche eben völlig anders gehandhabt werden. Es war ein hochinteressanter Tag, und die Stimmung zwischen den Partnerschülern beider Länder war locker, freundlich und sehr interessiert. Für den Abend hatten die israelischen Studenten einen Tisch in einem Pub organisiert, so dass auch das soziale Miteinander – und vor allem „endlich mal lehrerlos“ - nicht zu kurz kam. Es war ein lustiger und interessanter Abend, der ziemlich lang wurde. Die Lehrerinnen genossen derweil einen ebenfalls entspannten und „schülerfreien“ Abend in einem Strandrestaurant mit Schulleiterin Ilana Margalith.

 

Gemeinsames Lernen im Skillslab

Für den letzten Tag hatten unsere Gastgeber sich noch einmal etwas ganz besonderes einfallen lassen. Als wir um 09.00 Uhr in der Schule eintrafen, stand schon ein Bus bereit, der uns zuerst zu einem Community-Health-Center und anschließend in einen Kibbuz fahren sollte. Ein deutschsprachiger Arzt, der in Heidelberg studiert hatte, führte uns in das komplexe System der israelischen Gesundheitsfürsorge ein – während wir selbstgebackenen Kuchen, Törtchen und Plätzchen verspeisten, welche die Mutter einer Lehrerin eigens für diesen Anlass gebacken hatte! Ganz lieben Dank noch mal an die Mutter von Sharon – es war so lecker! Nach dem interessanten Vortrag über die Unterschiede auch zu unserem Gesundheitssystem, die der Arzt dank seines Studiums in Deutschland sehr gut herausarbeiten konnte, ging es weiter in die Gesundheitsstation eines Kibbuzes, wo uns eine 91-jährige, deutschsprachige Krankenschwester begrüßte und von ihrem Leben im Kibbuz erzählte. Anschließend führte uns ein immigrierter Amerikaner durch alle Einrichtungen des Kibbuz und erläuterte sehr ausführlich und anschaulich die Philosophie dieser Lebensweise, die es in dieser Form nur in Israel gibt. Der Nachmittag war noch einmal gefüllt mit dem israelisch-deutschen Austausch über Themen der Pflege, und schließlich hieß es dann Abschied nehmen von der Dina Nursing-School in Petah Tikva. Stellvertretend für uns alle bedankte sich Theresa Veit bei Lehrern und Studierenden für die freundliche Aufnahme und die großzügige Gastfreundschaft, die wir jeden Tag genießen durften. Nach letzten Gruppenfotos ging es dann mit dem inzwischen schon vertrauten Bus Nr. 66  zurück nach Tel Aviv zum Packen der Koffer. Den letzten Abend verbrachten wir gemeinsam in einem Schokoladenrestaurant in Tel Aviv – dem absoluten Paradies für alle Schleckermäulchen. Pünktlich um 07.00 Uhr am Freitagmorgen standen dann die Taxis bereit, um uns zum Flughafen zu bringen, von wo aus uns die El Al wieder sicher zurück nach Deutschland brachte.

Heute – drei Wochen später – fühlt es sich immer noch ganz unwirklich an: Wir waren tatsächlich in Israel! Dass dieser Traum Wirklichkeit werden konnte, verdanken wir vor allem denen, die uns bei der Verwirklichung finanziell unterstützt haben:

·         dem Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur,

·         dem Freundschaftskreis Koblenz-Petah Tikva

·         der Axel-Springer-Stiftung in Berlin,

·        dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft Weiterbildung und Kultur,

·         der Stadt Koblenz und

·         der Sparkasse Koblenz.

Allen großzügigen Sponsoren hiermit ein riesengroßer Dank!

Ein ebenso großes Dankeschön gilt Dr. Ilana Margalith und ihren Kollegen-/innen, welche die Tage in der Schule für uns vorbereitet und gestaltet haben. Wir haben einen umfassenden Einblick in die israelische Pflege und Pflegeausbildung bekommen, hatten viel Gelegenheit zum interprofessionellen und berufspolitischen Austausch und durften eine unglaublich großzügige Gastfreundschaft genießen. 1000 Dank Euch allen!

Am glücklichsten sind wir jetzt aber, dass der Austausch weitergehen wird. Der Besuch von Dr. Ilana Margalith sowie einer Lehrerkollegin im kommenden Juli steht bereits fest, und wir freuen uns riesig darauf, den beiden Koblenz, unser Klinikum und unsere Schule zu zeigen und Pläne für weitere Austauschbegegnungen zu schmieden. Und im Juni wird uns wahrscheinlich bereits eine kleine Gruppe „frisch examinierter israelischer Nurses“ für ein paar Tage besuchen – der Plan wurde beim israelisch-deutschen Pub-Besuch „ausgeheckt“, und wir hoffen sehr, dass er auch umgesetzt werden wird.

 

Auf Wiedersehen Israel! Die israelisch-deutsche Gruppe mit Schulleiterin Dr. Ilana Margalith (2.v.r.)

Wer in Israel 2010 geboren worden ist, hat mindestens 81,7 Lebenjahre vor sich.
 Das belegen aktuelle Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Israel rangiert somit statistisch vor den reichen Wohlfahrtsländern Norwegen, Kanada und Deutschland. Über die genauen Gründe für die hohe Lebenserwartung lässt sich allenfalls spekulieren. Experten verweisen auf ein Zusammenspiel aus umfassender Gesundheitsversorgung, moderner Präventivmedizin, dem genetischen Mix, einer ausgewogenen Mittelmeer-Diät, eng geknüpfter sozialer Netzwerke sowie einem hohen Maß an Aktivität im Alter.

Hoch über dem Toten Meer thront der Ort, der als Symbol der Freiheit Israels gilt: Masada. Ausgebaut wurde Masada zwischen 40 v. Chr. bis 30 v. Chr. von König Herodes. Einst kämpften hier die Juden verzweifelt und letztlich erfolglos gegen den Ansturm der römischen Besatzer. Masada wurde im Jahr 2001 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. 

Als lebendiges Denkmal des jüdischen Volkes für den  Holocaust bewahrt Yad Vashem die Erinnerung an die Vergangenheit und vermittelt ihre Bedeutung an kommende Generationen. Gegründet wurde Yad Vashem im Jahre 1953 als Weltzentrum der Dokumentation des Holocaust, seiner Erforschung und Lehre, sowie seines Gedenkens.

Mea Shearim ist das Viertel der ultraorthodoxen Juden in Jerusalem und ganz eigene Welt: Die Männer tragen schwarze Anzüge mit weißen Hemden und einen schwarzen Hut als Kopfbedeckung. Frauen und Mädchen sind meist in schwarze Röcke mit Blusen gekleidet, die Verheirateten tragen ein Kopftuch, Hüte oder Perücke. In den Haushalten gibt es i. d. R. weder Zeitungen noch Zeitschriften, geschweige denn ein Radio, PC oder Fernsehgerät.

Der Kibbuz ist eine ländliche Kommune, in der die Produktionsmittel der Gemeinschaft gehören und auch die Bedürfnisse der Mitglieder von der Gemeinschaft gedeckt werden. Die Gemeinschaft bestimmt durch ihre gewählten Organe die Zeiteinteilung zwischen Arbeit, Ausbildung, Studium und Freizeit und außerdem über die Verteilung auf die verschiedenen Beschäftigungen in den Produktions- und Dienstleistungsbetrieben. Alle Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen, und die Kinder werden in Kinderhäusern gemeinschaftlich erzogen.