Ablationstechnik mit dem Cryoballon

Die Cryo-Ballon-Ablation (sog. „Kälteablation“) ist ebenfalls ein etabliertes Verfahren zur effektiven Behandlung von Vorhofflimmern, das sich insgesamt durch eine hohe prozedurale Sicherheit auszeichnet. Die Ablation erfolgt ebenfalls Katheter basiert über die Leistenvene. Ein nicht entfalteter Kälte-Ballon wird nach transseptalem Zugang im linken Vorhof positioniert. Dort wird der Ballon entfaltet und im Vorhof an der Einmündungsstelle der Lungenvenen platziert (Abb. 1). Der Kryoballonkatheter besteht aus einem doppelwandigen Ballon, der das Kühlmittel N20 aufnimmt. Durch Verdunstung des N20 kommt es zu einer Abkühlung bis zu -80°Celsius. Somit entsteht an der Kontaktstelle zwischen Ballon und Lungenveneneinmündung nach einer Kühlzeit von 4-5 Minuten eine kreisförmige Narbe mit nachfolgender elektrischer Isolation zwischen Lungenvene und linkem Vorhof. Dieser Vorgang wird an allen Lungenveneneinmündungen durchgeführt, bis keine elektrische Leitung mehr vorhanden ist und somit die „falschen Zündkerzen“ in den Lungenvenen kein Vorhofflimmern mehr auslösen können.
Abbildung 1
Kälte-Ballon zur Lungenvenenisolation. Der Katheter besitzt an der Spitze einen doppelwandigen Ballon, in dem Stickoxid (N2O) als Kühlmittel während der Ablation bis zu -80° Celsius eingesetzt wird.
Abbildung 2
Okklusive Positionierung des entfalteten Kälteballons im Bereich des Übergangs der Lungenvene in den linken Vorhof.
Kardiologie im Marienhof

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