Vorhofflimmern / Ablation bei Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist weltweit die häufigste Herzrhythmusstörung. Nach neuesten Berechnungen leiden in Deutschland fast 1,8 Millionen Menschen (2,2 Prozent der Bevölkerung) an Vorhofflimmern. Dies kann durch eine Vielzahl häufiger Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), koronare Herzerkrankung und Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) begünstigt werden. Vorhofflimmern ist als Rhythmusstörung selbst nicht lebensbedrohlich, kann aber zu gravierenden Folgeschäden führen, insbesondere zum Schlaganfall. Das Schlaganfallrisiko hängt vom Alter und den Begleiterkrankungen ab und beträgt bis zu acht Prozent pro Jahr. 15 Prozent aller Schlaganfälle sind auf Vorhofflimmern zurückzuführen, das sind fast 40.000 Schlaganfälle pro Jahr in Deutschland. Um das Schlaganfallrisiko zu reduzieren muss das Blut verdünnt werden (Vitamin K Antagonisten wie z. B. Marcumar® oder neue orale Antikoagulanzien). Während beim Gesunden das Herz mit einem gleichmäßigen Rhythmus (Sinusrhythmus) schlägt, ist Vorhofflimmern durch einen unregelmäßigen, meist zu schnellen Herzschlag gekennzeichnet. Da der Vorhof nicht mehr adäquat pumpt, vermindert der Wegfall der Pumpfunktion das Herzzeitvolumen um ca. 15 bis 20 Prozent.

Typische Symptome können Herzstolpern oder -rasen, Schwindel, Atemnot, Müdigkeit und gelegentlich Brustschmerz, Beklemmungs- oder Angstgefühl sein. Aber einige Patienten merken keinerlei Beschwerden. Für die Behandlung von Vorhofflimmern kommt in erster Linie eine medikamentöse Therapie zum Einsatz. Wenn rhythmusstabilisierende Medikamente nicht helfen oder schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten, sind andere nichtmedikamentöse Behandlungsmethoden, wie zum Beispiel die Katheterablation (Pulmonalvenenisolation), angeraten. Immer häufiger wird heute auch die Pulmonalvenenisolation als Alternative zur medikamentösen Dauertherapie eingesetzt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass zusätzliche elektrische Impulse (sogenannte „falsche Zündkerzen“) aus den Lungenvenen (Pulmonalvenen) die Auslöser von Vorhofflimmern darstellen. Bei der Katheterablation werden die Lungenvenen elektrisch vom linken Vorhof isoliert, damit diese Impulse den Sinusrhythmus nicht mehr stören können.

Unsere Abteilung bietet zur Pulmonalvenen-Isolation unterschiedliche Verfahren wie die Ablation mittels eines PVAC-Katheters, mittels eines Cryo-Ballon-Katheters und mittels dreidimensionalem Mapping (CARTO3) an. Hierzu bitte die Links anklicken.
Kardiologie im Marienhof

Sekretariat Rhythmologie - Elektrophysiologie

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